Das Zwischenseminar im Januar


Nach einem entspannten Weihnachten und Neujahr, kamen alle Freiwilligen erneut in Dar es Salaam zusammen. Auf dem dort stattfindenden Zwischenseminar reflektierten wir unsere Erfahrungen, Probleme und Herausforderungen. Gemeinsam suchten wir nach Lösungen und neuen Wegen für das zweite Halbjahr und diskutierten Vorgehensweisen für unsere anstehenden Kleinprojekte. Mehr dazu hier...


Gruppendiskussion zu Gast-Familienproblemen
Gruppendiskussion zu Gast-Familienproblemen: Diskussionsrunde zu Problemen in den Gastfamilien. Ähnliche Diskussionsrunden haben wir zu vielen unterschiedlichen Themen gemacht (Foto von Lukas Engelberg, none)

Ich bin Freiwilliger in Boma Ng’ombe, HAI Distrikt (Moshi), im Norden Tansanias. Mein Mitfreiwilliger und ich arbeiten an unterschiedlichen Einsatzorten jedoch beide sind Teil des „HAI Institutes of Technology“. An unseren Schulen werden die Schüler zu sog. „Fundis“, also Handwerkern, wie Automechaniker, Elektriker und Maurer ausgebildet. Unsere Aufgabe ist es in Nebenfächern wie z.B. IT (Computer), sowie zu regenerativen Energien Nachhilfe zu geben und den Einsatz regenerativer Energien an der Schule zu fördern. Theoretisch wären dies unsere Aufgaben gewesen doch leider konnten wir außer Nachhilfe geben nicht viel praktische Arbeit machen. Meistens hatten wir dann doch eher wenig zu tun oder haben kurz vor der Klausurphase die nötigen Dokumente abgetippt.

Für das kommende Halbjahr wollen mein Mitfreiwilliger und ich unser Kleinprojekt ins Rollen bringen. Dieses soll die Wassersituation der Region verbessern, indem wir Regenrinnen und Wassertanks verkaufen und kostenlos installieren. Wir versuchen hierbei die Kosten minimal zu halten und durch Ratenzahlung eine Anschaffung für möglichst viele zu ermöglichen. Ein wichtiger Teil unseres Projekts ist die Aufklärung und Bildung in diesem Bereich. Wir versuchen zu zeigen, wozu man Regenrinnen gebrauchen kann, wie nötig sie sind und bilden die Kunden in einem kleinen Kurs kostenlos zur Reinigung und Instandhaltung ihrer Rinnen aus. Damit wir unser Projekt auch noch unter Prüfung der anderen Freiwilligen und Seminarleiter/-gäste stellen konnten, wurden alle Kleinprojekte auf dem Zwischenseminar präsentiert. Das Zwischenseminar - nach rund fünfeinhalb Monaten und einem entspannten Weihnachten und Neujahrsurlaub, den die meisten auf Sansibar verbrachten, trafen alle Freiwillige erneut aufeinander. In gewisser Weise markierte das Seminar die Mitte unseres einjährigen Aufenthalts in Tansania. Das Seminar fand Anfang Januar im tropisch-schwülen Dar es Salaam statt. Wir wohnten erneut im Msimbazi Centre – einem Klostergelände. Dort hatten wir bereits unser Einführungsseminar und diejenigen, die wie Ich im November beim Botschafter zu Besuch waren, haben dort erneut für eine Woche gewohnt. Doch um was ging es auf dem Zwischenseminar überhaupt?

Wichtig war vor allem der Austausch unter den Freiwilligen und die Anleitung unseres Seminarleiters zu vielen Themen u.a; Familie, Umgang mit Problemen, Kleinprojekte, Arbeit, Arbeitsmangel etc. Viele wichtige Themen über die wir in den 10 Tagen ausgiebig diskutiert haben. Das Seminar stärkte somit unsere Position als Freiwillige im Land und gab uns psychischen und mentalen Halt, sowie Wissen zum Umgang mit vielen verschiedenen Konfliktsituationen. Wir haben viele individuelle Probleme innerhalb der Einsatzstellen und Familien der Mitfreiwilligen geklärt und haben uns darüber ausgetauscht, wie man in Zukunft besser in das Familienleben eingebunden werden kann.

Wir haben zudem noch mit Mr. Mattimbwi, dem Leiter von TAREA, gesprochen, der uns im Bereich Kleinprojekte und Umgang mit Finanzen weiterhelfen sollte. Das Zwischenseminar hat somit viele Fragen beantwortet und machte es möglich seine eigenen Kleinprojekte erneut zu reflektieren. Zudem war es natürlich schön wieder mit den anderen Freiwilligen zusammen in Dar es Salaam sich einen abzuschwitzen. Alles in allem sind wir nun sehr gut für die kommenden sechseinhalb Monate vorbereitet und können unsere Kleinprojekte starten. Den Rest des Januars haben mein Freiwilligenkollege und ich bis jetzt mit dem entwickeln und entwerfen unserer Kleinprojektwerbung (vor allem Flyer) und der typischen Arbeit fortgeführt, wobei wir uns, wie auch die anderen Freiwilligen, Ziele für die kommenden Monate gesetzt haben, die wir für uns persönlich und auf der Arbeit erreichen wollen. Wir hoffen, dass unser Kleinprojekt in der Region Anklang findet und wir schon bald dadurch mehr zu tun haben werden.

Allen Leser(n)/innen wünsche Ich nachträglich ein frohes Jahr 2018!

Gruppenfoto [FW 2017/18]
Gruppenfoto [FW 2017/18]: Ende des Zwischenseminars. Kurz vor der Abreise (Foto von Mentorin [Olivia L.], none)
  1. Author Lukas Engelberg

    Ich heiße Lukas. Ich bin Freiwilliger in Boma Ng’ombe, HAI Distrikt (Moshi), im Norden Tansanias. Mein Mitfreiwilliger und ich arbeiten an unterschiedlichen Einsatzorten jedoch beide sind Teil des „HAI Institutes of Technology“. An unseren Schulen werden

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